Janie hat heute die Entscheidung getroffen so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen, obwohl sie dadurch ein Stipendium verliert.
Zusätzlich dazu, dass sie die Kurse an ihrer Uni nicht angerechnet bekommen kann, wenn sie J1 macht, hat sie heute Morgen erfahren, dass es ihrer Großmutter schlecht geht und da wiegt die Tatsache, keine internationalen Gespräche vom Zimmer aus führen zu können, doch mit einem Mal noch um einiges schwerer. Somit bricht sie ab und geht zurück nach Hause.
Für mich ist das nicht schön, da sie die Person ist, mit der ich hier am meisten Zeit verbringe und mit der ich mich am besten verstehe.
Gestern Abend waren wir noch aus, wir waren allen Ernstes in einem British Pub!
Es war sehr lustig und wir haben bei dieser Gelegenheit dann auch gleich gelernt wie man hier Taxi fährt.
An den Linksverkehr hier habe ich mich ganz gut gewöhnt, aber anscheinend machen Fußgänger Rechtsverkehr, was ganz schön verwirrend sein kann. Zudem klingeln die Fahrradfahrer (für die anscheinend gilt auf der linken Straßenseite zu fahren und sich dann je nach Neigung für Rechts-oder Linksverkehr zu entscheiden) nicht wenn sie von hinten auf einen zurasen und eigentlich nicht genug Platz vorhanden ist. Das heißt das sie plötzlich von hinten kommen und entweder scharf bremsen, knapp an einem vorbeirauschen oder auf die Straße ausweichen! In der Innenstadt fahren sie auch auf dem Fußweg wie hier, aber dort klingeln sie zumindest gelegentlich. Ich bin mir aber nie ganz sicher in welche Richtung ich denn nun ausweichen soll! Ich bin schon mehrfach fast von Fahrradfahrern überfahren worden.
Die Autofahrer hingegen sind kein Problem. Die haben nämlich Angst vor mir und fahren schon einen Bogen um mich rum, wenn sie mich nur an einer Ampel stehen sehen.
Seit ein paar Tagen benutze ich die Fahrräder des Ihouse und obwohl sie alle zu klein für mich sind, vergrößern sie doch schon meinen Bewegungsradius. Und ich habe mir fest vorgenommen auch nicht zu klingeln. So!
Bei meinem ersten größeren Ausflug mit einem der Fahrräder zu einem anderen, günstigeren Supermarkt bin ich gleich zwei Mormonen begegnet mit denen ich folgende kurze Konversation hatte:
Ms: "Hi!"
J: "Hi!"
Ms: "Where are you from?"
J: "Germany."
Ms: "Really?"
J: "Yes..."
Ms: "So, do you know how to speak German?"
J: " Yes...".
Ms: "That´s good."
J: "Oh, yes it is. Bye!"
Ms: "Bye!"
Der internationale Club der Uni hat mich gerade gefragt, ob ich nächstes Wochenende mit auf ein "Camp" fahren möchte. Ich weiß nicht wirklich worum es da geht. Es werden wohl Spiele gespielt und gemeinsam gekocht. Ich weiß noch nicht, ob ich mitfahren werde, das ganze kostet auch wieder 6000Yen. Aber es wäre schon interessant mal in die Berge zu kommen.
Sonntag, 9. September 2007
...und da waren es nur noch...
Eingestellt von
Piranjade
um
08:28
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3 Kommentare:
Und ich dachte immer die Mormonen schulen ihre Leute in Gesprächführung. Das ist ja schon fast creepy :)
Radfahrer sind für Dich auch in Hamburg eine echte Gefahr von daher kann ich da keine starke Veränderung feststellen.
Ansonsten ist das mit Janie echt übel. Es verblüfft mich immer noch, dass die anscheinend so gar kein Interesse/Ahnung von Marketing haben. Ich dachte unsere Unis wären schlecht in studentischer Betreuung aber das schlägr noch die übelste deutsche Klitsche :(
Halt die Ohren steif!
Kann es sein, das die Ms. nicht die hellste war?
Ansonsten drücke ich dir die Daumen, dass sich das alles noch einrenkt!
Das mit Janie ist echt schade. Aber du wird des schon packen! *tschakkkaaa* ^^
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