So, mit Hilfe von zwei Japanern ist es mir nun auch endlich gelungen meine Adress herauszufinden. Sie lautet:
〒465-0063
愛知県名古屋市名東区新宿2-294
愛知淑徳大学国際交流会館
-mein Name hier- 様
JAPAN
So, könnt ihr sie in ein Word-Dokument kopieren und ausdrucken und braucht sie nicht selbst zu schreiben. :D Ihr müsst halt nur meinen Namen einsetzen. (Ich bin immer etwas paranoid, wenn es darum geht meinen vollständigen Namen ins Netz zu setzen.)
Diejenigen, bei denen da jetzt keine netten Schriftzeichen zu sehen sind, müssen noch dei asiatischen Sprachen auf ihrem Computer installieren. Hier ist eine Anleitung dafür.
Oh, und ich habe das Ihouse auf Google gefunden! Es ist das weiße, rechteckige Gebäude schräg unter McDonalds (man sieht das "goldene" M) auf dieser Karte.
Donnerstag, 27. September 2007
Wo ich bin...
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Piranjade
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Sonntag, 23. September 2007
Abenteuer Ernährung II
Am Treppenaufgang im Ihouse hatte ein Schild gehangen, auf dem wir auf Japanisch darüber informiert wurden, dass am Samstag etwas im Ihouse stattfinden würde. Nachdem ich eine halbe Stunde rumgerätselt hatte, kam ich zum Ergebnis, dass es etwas zu essen geben würde, Schüler der Junior Highschool vorbeikommen würden und die koreanischen Studenten (drei Mädels und ein Junge) etwas über ihr Land erzählen würden.
Neugierig versuchte ich herauszufinden, was denn dieses Essen sei, das es dann geben würde, da mir die Zeichen dafür leider unbekannt waren. Eine Japanerin, versuchte es mir zu erklären, sprach aber leider sehr schnell und ich verstand nur, dass es um Nudeln geht und irgendetwas mit einem ausgehöhlten Bambus zu tun hat. Ich kam zu dem Schluss, dass es wohl "Bambus-Nudeln" geben wird.
Was denn aber geschah, war folgendes:
In der Küche wurden Nudeln (Somen) gekocht und eine dünnflüssige Soße zubereitet sowie ein paar Kräuter geschnitten. Das wurde dann alles nach draußen gebracht.
Dort wurde dann ein Gerüst errichtet, das im Endergebnis so aussehen würde:
Dort wurde dann Wasser durchgespült und mit fachkundiger Hand letzte Verbesserungen durchgeführt:
Dann bekam jeder Eßstäbchen und eine kleine Schüssel voll mit der dunklen Soße.
Dann stellten wir uns alle mit unseren Stäbchen und Schüsseln neben die Bambusrohre und es ging los: Von oben wurde Wasser das Rohr heruntergespült und in dieses Wasser wurden Nudelklumpen getan, die dann das Rohr hinunterschwammen.
Diese Nudeln mussten wir dann mit unseren Stäbchen aus dem Wasser fischen. Und das Wasser floss schnell!
Dann tat man noch etwas von den Kräutern oben drauf und das kulinarische Endergebnis sah so aus:
Und es hat sehr viel Spaß gemacht!
Auch wenn wir leider nicht alle Nudeln gefangen haben.
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Piranjade
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Freitag, 21. September 2007
Meine Haare
Die Leute hier sind von meinen Haaren ganz angetan und fragen mich immer wieder, ob sie sie mal anfassen dürfen und ob die Farbe und die Wellen echt seien.
Heute hat Yuri, eine der Japanerinnen, die hier mit für uns zuständig sind, sich mal kurz über meine Haare her gemacht.
Das Ergebnis seht ihr hier (das Foto hat sie mit ihrem Handy aufgenommen, daher die schlechte Qualität):
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Piranjade
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13:53
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Mittwoch, 19. September 2007
Legalize it!
So, heute hatten wir das Treffen bezüglich der Internetnutzung im Ihouse.
Es wurde beschlossen, dass VoiceChat zu bestimmten Zeiten verwendet werden darf. Und zwar:
Dienstags ab Mitternacht bis 9Uhr morgens. Und dann wieder Dienstag nachmittag ab 17Uhr bis Mitternacht.
Donnerstags ab Mitternacht bis 9Uhr morgens. Und dann wieder Donnerstag nachmittag ab 17Uhr bis Mitternacht.
Samstag ab 12Uhr bis Sonntag 12Uhr.
Das ist doch schon mal ein Fortschritt. :)
Hier noch etwas zum Schmunzeln:
Das Schild, das uns sagt, dass wir sorgfältig mit dem Fernseher umgehen sollen.
Das Schild eines Secondhand-Ladens
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Piranjade
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09:28
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Samstag, 15. September 2007
Abenteuer Ernährung I
Was die Nahrung hier angeht, bin ich eigentlich recht abenteuerlustig, doch bekam ich häufig wenn ich nach dem essen jemanden fragte, was das denn nun gewesen sei eine Antwort in der das Wort "Hakko" vorkam. Nach einiger Zeit dachte ich mir dann, dass dieses Hakko ja ein ganz tolles Zeug sein muss. So vielseitig verwendbar und in so vielen Dingen enthalten! Ich weiß jetzt, dass all diese Dinge "fermentiert" sind. Ja, die Japaner sind Profis darin Dinge zu fermentieren, was ich mir bei dem feucht-heißem Wetter, das wir hier haben, auch gut vorstellen kann. Hier ist noch ein Link über professionelle japanische Fermentation.
Als halber Analphabet in einem fremden Land Einkaufen zu gehen ist gar nicht so einfach. Zwar haben viele Packungen Bilder oder sind durchsichtig, aber auch das hilft nur begrenzt weiter. Ich habe schon öfters Beutel in der Hand gehabt und mich gefragt "Was ist denn das?!?". Einige Sachen sind hier natürlich gar nicht zu bekommen, andere haben eine völlig andere Verpackung, was es auch schwer macht sie zu finden und vieles, an das ich gewöhnt bin, ist einfach tierisch teuer.
Wenn ich dann also Einkaufen gehe, nehme ich mir viel Zeit mit. Es hilft auch ein bischen auf die Kalorienangaben auf den Verpackungen zu schauen, um Dinge zu erfahren, wie ob das jetzt Butter oder Margarine ist, oder was für eine Sorte Milch man gerade in der Hand hat. Dabei ist mir aufgefallen, das die Japaner es schaffen ungeahnte Mengen an Kalorien in harmlose Lebensmittel zu pumpen. Orangensaft mit knapp 200Kalorien pro 100ml! Ob die da soviel Zucker reinmachen? Aber das auf die Kalorienangabenschauen führt auch zu weiteren seltsamen Erlebnissen. So wollte ich in einem Supermarkt, in dem ich vorher noch nicht gewesen bin, Saft kaufen und der Apfelsaft hatte wieder so erstaunlich viel Kalorien, dass ich misstrauisch war (ich mag völlig überzuckerte Säfte nicht) und nach einer anderen Sorte suchte. Ich stieß auf einen roten Tetrapack, auf dem Äpfel abgebildet waren und zwei lächelnde Kinder, die jeweils ein Glas mit einer gelben Flüssigkeit in der Hand hielten. Ein Blick auf die Kalorienangaben: 0 Kalorien pro 100ml. Ich war verblüfft. Was war das denn nun schon wieder? Ich entzifferte die japanische Aufschrift so weit ich konnte und erfuhr nict viel, außer dass es was mit Äpfeln war und Vitamin C enthielt. Nach einem Moment der Verwirrung entdeckte ich dann aber auch die englische Aufschrift: Diese nette Packung enthielt Apfelessig!
Aber insgesamt macht es mir sehr viel Spaß durch die Regale zu stöbern und fremde Sachen auszuprobieren. Leider ist Salsa hier nicht weit verbreitet und somit muss ich jetzt erstmal mit einer Flasche süßer Chillisoße vorlieb nehmen.
Hier noch ein paar lustige Entdeckungen aus dem Supermarkt:
Ich werde auch noch mal meine Bilder aus der Mensa raussuchen. Leider hat die Mensa zur Zeit geschlossen. :(
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04:07
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Freitag, 14. September 2007
Nur kurz
Janie ist gestern nach Hause geflogen.
Kieran ist zu unserer Oberlehrerin, Abe-Sensei, gegangen und hat gefordert, dass wenn Janie und ich J1 zwei ausprobieren "dürften", er ja wohl auch zwei Tage lang J4 ausprobieren dürfe. Somit ist er gestern zu J4 gegangen und plant auch dort zu bleiben.
Für nächste Woche Mittwoch ist eine Besprechung bezüglich der Internetsituation im Ihouse angesetzt. Mal schauen was dabei rauskommt.
Sie so aus als kämen die Dinge hier doch noch in Bewegung.
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02:36
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Donnerstag, 13. September 2007
So sieht es aus I
Mein Zimmer am Abend meiner Ankunft
Der Ausblick von meinem Balkon
Blick vom Balkon nach links
Computeranschlussmöglichkeiten in der Bibliothek des Ihouse
Im Bowling Center
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Piranjade
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10:45
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Dienstag, 11. September 2007
Abkühlung
Heute hat es geregnet. Die Temperaturen lagen dadurch hier erstmals deutlich unter 30 Grad. Natürlich setzte der Platzregen ein nachdem ich gerade meine Wäsche aufgehängt hatte und mit dem Fahrrad unterwegs war.
Heute Morgen bin ich von der J1-Lehrerin zu J3 geschickt worden! Yay! Allerdings hatte ich nur die Sachen für J1 dabei, da ich ja eigentlich bis Mittwoch in J1 bleiben sollte und bekam somit von der J3-Lehrerin erstmal einen Anschiss, weil ich die J3-Hausaufgaben nicht dabei hatte. Bin aber trotzdem sehr froh wieder in J3 zu sein. :-)
Ich hoffe, dass ich am Wochenende etwas mehr Zeit zum Bloggen finde, da es ein paar Sachen gibt, die ich Euch unbedingt mit Fotos zeigen muss! Somit bleibt es heute bei diesem kurzen Eintrag. Ich hoffe es geht Euch allen gut!
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12:58
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Sonntag, 9. September 2007
...und da waren es nur noch...
Janie hat heute die Entscheidung getroffen so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen, obwohl sie dadurch ein Stipendium verliert.
Zusätzlich dazu, dass sie die Kurse an ihrer Uni nicht angerechnet bekommen kann, wenn sie J1 macht, hat sie heute Morgen erfahren, dass es ihrer Großmutter schlecht geht und da wiegt die Tatsache, keine internationalen Gespräche vom Zimmer aus führen zu können, doch mit einem Mal noch um einiges schwerer. Somit bricht sie ab und geht zurück nach Hause.
Für mich ist das nicht schön, da sie die Person ist, mit der ich hier am meisten Zeit verbringe und mit der ich mich am besten verstehe.
Gestern Abend waren wir noch aus, wir waren allen Ernstes in einem British Pub!
Es war sehr lustig und wir haben bei dieser Gelegenheit dann auch gleich gelernt wie man hier Taxi fährt.
An den Linksverkehr hier habe ich mich ganz gut gewöhnt, aber anscheinend machen Fußgänger Rechtsverkehr, was ganz schön verwirrend sein kann. Zudem klingeln die Fahrradfahrer (für die anscheinend gilt auf der linken Straßenseite zu fahren und sich dann je nach Neigung für Rechts-oder Linksverkehr zu entscheiden) nicht wenn sie von hinten auf einen zurasen und eigentlich nicht genug Platz vorhanden ist. Das heißt das sie plötzlich von hinten kommen und entweder scharf bremsen, knapp an einem vorbeirauschen oder auf die Straße ausweichen! In der Innenstadt fahren sie auch auf dem Fußweg wie hier, aber dort klingeln sie zumindest gelegentlich. Ich bin mir aber nie ganz sicher in welche Richtung ich denn nun ausweichen soll! Ich bin schon mehrfach fast von Fahrradfahrern überfahren worden.
Die Autofahrer hingegen sind kein Problem. Die haben nämlich Angst vor mir und fahren schon einen Bogen um mich rum, wenn sie mich nur an einer Ampel stehen sehen.
Seit ein paar Tagen benutze ich die Fahrräder des Ihouse und obwohl sie alle zu klein für mich sind, vergrößern sie doch schon meinen Bewegungsradius. Und ich habe mir fest vorgenommen auch nicht zu klingeln. So!
Bei meinem ersten größeren Ausflug mit einem der Fahrräder zu einem anderen, günstigeren Supermarkt bin ich gleich zwei Mormonen begegnet mit denen ich folgende kurze Konversation hatte:
Ms: "Hi!"
J: "Hi!"
Ms: "Where are you from?"
J: "Germany."
Ms: "Really?"
J: "Yes..."
Ms: "So, do you know how to speak German?"
J: " Yes...".
Ms: "That´s good."
J: "Oh, yes it is. Bye!"
Ms: "Bye!"
Der internationale Club der Uni hat mich gerade gefragt, ob ich nächstes Wochenende mit auf ein "Camp" fahren möchte. Ich weiß nicht wirklich worum es da geht. Es werden wohl Spiele gespielt und gemeinsam gekocht. Ich weiß noch nicht, ob ich mitfahren werde, das ganze kostet auch wieder 6000Yen. Aber es wäre schon interessant mal in die Berge zu kommen.
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Piranjade
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08:28
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Freitag, 7. September 2007
Ramble
So, vorhin wurde ich zum Gespräch gerufen, aber nun hat das Ihouse doch wieder Internet und ich kann meine Beschwerden hier fortführen.
- es wird wohl weder Internet auf den Zimmern noch wireless Lan im Ihouse geben.
Begründung: Wegen is nich.
- Kieran, der Australier, der auch hier ist, darf nicht in den J4-Kurs, obwohl er wirklich gut Japanisch kann
Begründung: Er ist kein Asiate und somit würden ihn angeblich automatisch die Kanji überfordern
- Janie (USA) und ich sind beide im J3-Kurs und sollen in den J1-Kurs runtergestuft werden, weil wir angeblich den Kurs aufhalten (was nicht stimmt), während Murin (chinesische Mongolei), der den Kurs wirklich aufhält, dabei bleiben darf
Begründung: Murin ist ein Asiate und somit alles fällt ihm alles leichter, weil er die Kanji schon kann
- der Vorschlag Voice-Chat für zwei bestimmte Stunden am Tag in der Bibliothek des Ihouse zu erlauben wurde abgelehnt
Begründung: Organisatorisch zu schwierig
- um auch nur einen Antrag stellen zu dürfen, dass Felix in einem der Tatami-Zimmer übernachten darf, muss ich einen Brief vorlegen, der sowohl von Fleix als auch von meinen Eltern unterschrieben sein muss, dass sie nicht nur damit einverstanden wären, dass Felix mich hier besucht, sondern auch mit einer Eheschließung einverstanden wären
Begründung: Ich bin weder mit ihm verheiratet noch blutsverwandt, somit dürffte er hier nur übernachten, wenn er meine Zukünftiger wäre und dazu bedarf es der Bestätigung durch die Eltern
- es gibt keinen J2-Kurs (in den ich mich vermutlich noch freiwillig runterstufen lassen würde)
Begründung: Sie bieten doch schon vier verschiedene Kurse an und das sei sehr viel
- die Hauseltern des Ihouse sprechen kein/kaum Englisch, sollte hier mal wirklich was schlimmeres passieren, sind die Leute, deren Japanisch noch nicht so gut ist echt aufgeschmissen
Begründung: ?
Für einige von Euch mag das alles etwas aus dem Zusammenhang gerissen sein, aber die Leute, die schon mit mir telefoniert haben, haben auch schon gehört, dass das Leben hier manchmal nicht ganz einfach ist.
Wir sind ca. 30 Studenten hier im Ihouse aus China, Taiwan, Australien, Nepal (ist doch kein Inder auch wenn ich das zuerst dachte), Korea, USA und Deutschland. Davon sind drei nicht Asiaten, halt Kieran (Australien), Janie (USA) und ich. Wir teilen uns alle eine große Küche, haben aber fast alle Einzelzimmer, auch wenn sich einige Leute ein Badezimmer teilen müssen. Die Küche sieht häufig aus wie Sau, weil doch einige hier nicht viel von Hygiene halten und andere noch nie in ihrem Leben einen Handschlag im Haushalt tun mussten. Und gerade bei der feuchtwarmen Hitze hier (jeden Tag über 30Grad) gammelt da sehr schnell mal was.
Ich verbringe meine Zeit hauptsächlich mit Ju Min (Taiwan), Janie und Fai (Hongkong). Ju Min hat leider das Problem von vielen der Chinesen gedisst zu werden.
So kam es im Unterricht, sie ist in J4, unter anderem zu folgender Szene:
Es wurde ein dramatischer Kurzfilm auf Japanisch geguckt. Danach forderte die Lehrerin die Studenten auf, kurz dazustellen wie sich diese Art von Dramatik, vom Aufbau der Dramatik, wie sie es in ihren Ländern gewohnt sind, unterscheidet. Und sie fügte hinzu, dass ja drei Ländern, nämlich China, Taiwan und Korea, anwesend seien. Daraufhin stand Yoyo, eine der Chinesinnen auf und erklärte, dass nur zwei Länder, nämlich China und Korea anwesend seien. Das Fiese daran ist, dass Yoyo ansonsten immer scheißfreundlich zu Ju Min war und diese sich natürlich ein wenig hintergangen fühlte. Auch sonst wird Ju Min von den anderen Chinesen, mit Ausnahme der Hongkong-Chinesen, links liegen gelassen.
So viel für jetzt.
Ich muss demnächst unbedingt noch was über die Radfahrer hier schreiben. Ansosnsten komme ich sehr gut mit dem Linksverkehr klar, aber die Jungs sind eine echte Gefahr für mich.
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Piranjade
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Taifun
So, ich bin jetzt anderhalb Wochen hier und habe gestern meinen ersten Taifun ueberstanden. Seitdem funktioniert das Internet im Ihouse nicht mehr. :( Und das wo ich endlich meinen Computer dort in der Bibliothek anschliessen darf. war ja klar. Kaum habe ich wieder Umlaute, funkt mir was dazwischen. So bin ich dann heute in der Uni am Rechner, da ich sowieso noch etwas warten muss. Ich habe heute naemlich ein paar Gespraechstermine mit den Verantwortlichen hier.
Es ist naemlich so, dass sie beschlossen haben die Besucherzimmer im Ihouse abzuschaffen und nur noch auf Antrag enge Familienangehoerige im Tatami-Zimmer uebernachten lassen wollen. Da wuerde Felix dann also rausfallen.
Ausserdem wollen die mich im Japanischkurs zurueckstufen. Ich bin jetzt in J3 und die wollen mich in J1 stecken, einfach aus dem Grunde, dass es kein J2 gibt. Meine Sprachfertigkeitem seien nicht gut genug fuer J3 und ich wuerde den Unterricht aufhalten. Nur, das stimmt einfach nicht und ist auch ansonsten unsinnig. Ich kann die Grammatik, die in J3 drangenommen wird bereits und J1 ist fuer die Leute, die noch ueberhaupt kein Japanisch koennen!! Zudem waren meine Hausaufgaben bisher absolut fehlerfrei. Ich bin sauer.
Nach der kurzen Zeit hier muss ich sagen, dass hier einiges schief laeuft.
Nun muss ich aber los.
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Piranjade
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Dienstag, 4. September 2007
Nun aber
Da wir diese Woche noch keine Hoerverstehenuebungen haben, haben wir erst relativ spaet Unterricht und ich habe mich mal nach dem Fruehstueck in die Bibilothek geschlichen und siehe da: Beide Computer waren frei!! Also schreibe ich schnell den ersten Teil meines Reiseberichtes.
Ich bin am Montag Nachmittag von Hamburg aus in Richtung Dubai losgeflogen. Ich hatte einen Platz am Gang gewaehlt, da ich es nicht mag Leute zu wecken, wenn ich mal wohin muss. Ich sass neben einem Inder, der eine sehr ruhiger Reisegefaehrte war. Noch bevor das Flugzeug startete waehlte er auf seinem Monitor eine indische Schnulze, stuelpte sich die Kopfhoerer ueber und starrte seelig auf den Bildschirm. Nach dem was ich durch die Bilder und die wirklich schlechten englischen Untertitel so mitbekam, war es eine enorm schnulzige und schlechte Schnulze. Kurz nach dem Start schlief mein Sitznachbar dann ein. Als er spaeter zum Essen wieder aufwachte, war der Film vorbei. Er ass also etwas, stellte dann den selben Film nochmal an und schlief wieder ein. Genau dasselbe wuerde er spaeter noch einmal tun.
Zwischendurch unterhielt ich mich noch mit einem Maedel, das gerade in Hamburg das erste Staatsexamen (Jura) hinter sich gebracht hatte und nun mit ihrem Freund fuer zwei Monate in der Wildnis Thailands verschwinden wollte. Sie zuckte beim Wort Jura immer noch zusammen und ich habe ihr empfohlen einfachzu behaupten sie wuerde Germanistik studieren, da wuerden die meisten Leute bestimmt nicht weiter nachfragen. Sie fand die Idee toll und hat sie auh gleich in die Tat umgesetzt als sie einen neuen Sitznachbarn bekam - ihr Freund war knapp zwei Meter gross und passte nicht gut zwischen die Sitzreihen und es hat sich zum Glueck noch jemand erbarmt und Plaetze mit ihm getauscht.
Ich habe mir dann "Cars" und den Grossteil von "Narnia" angeschaut. Leider war meine Entertainmentsystem irgendwie kaputt und der Film geriet immer wieder ins Stocken und hatte keinen Ton mehr, aber mit ein wenig zurueckspulen liess sich das beheben.
Ueber dem Schwarzen Meer sind wir dann noch in Turbolenzen geraten, doch abgesehen davon war der Flug ereignisslos.
In Dubai habe ich dann mit einem Paearchen aus den USA bei McDonald`s etwas gegessen und mich ansonsten ueber die sauschlechte WirelessLAN-Verbindung dort geaergert. In einigen Teilen des Flughafens funktionierte sie gar nicht und im Rest kaum.
Gelacht habe ich ueber ein Plakat, das ich dort an der Wand gesehen habe. Leider konnte ich es nicht fotografieren, weil die Kamera im Koffer und nicht im Handgepaeck war. Es ging ungefaehr so: "Airplanes cannot be fueled by energy from water, wind or sun. Support us. Chevron"
Auf dem Flug von Dubai nach Nagoya sass ich neben einer Japanerin aus Oosaka, die sich sehr wunderte, warum sie denn alle Fluege nach Oosaka ausgebucht gewesen waren. Ich habe ihr dann erstmal von der Leichtatlethik-Weltmeisterschaft erzaehlt. Ausserdem bat ich sie darum, mich unbdingt zu wecken, wenn ich einschlafen sollte, da ich bis Japan wach bleiben wollte, um moeglichst schnell in den neuen Rhytmus zu kommen. Sie sagte mir zu, dass sie das auf jeden Fall tun wuerde und schlief dann bis zum Ende des Fluges durch.
Ich schaute mir "Narnia" zu Ende an, machte mit drei Folgen "Heroes" weiter und schlief dann doch ein wenig zum Musikprogramm "European Hits" - Werbespruch: "Europe has 94% literacy, we have 100% European Hits".
In Nagoya angekommen wurde ich von Frau Oyishi (oder so aehnlich) in Empfang genommen, zu einem Supermarkt im Flughafen gebracht, wo ih mich mit etwas zu Essen eindecken konnte und dann in ein Sammeltaxi Richtung I-House (das Studentenwohnheim fuer auslaendische Studenten in dem ich wohne) gesetzt. Sie blieb am Flughafen um weiter Studenten in Empfang zu nehmen.
Die Fahrt zum I-House dauerte fast eine Stunde und ich unternahm erste zaghafte Versuche mich mit den anwesenden Japanern zu unterhalten. Zudem war es auch irgendwie seltsam voellig orientierungslos nachts durch die Stadt gefahren zu werden. Im I-House wurde ich dann von unserer Hausmutter/Hausmeisterin (?) begruesst, mit einem Zimmerschluessel und einer Tuete voll wichtiger Informationen ausgestattet und auf mein Zimmer gebracht.
Das war dann also meine Ankunft in Japan.
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Piranjade
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