Mein Umzug ist mit kleineren Katastrophen am Rande gut verlaufen und ich wohne jetzt gemütlich mit Mekhribon zusammen in einer 2-Zimmer-Wohnung in der Nähe der U-Bahnstation Issha.
Da es in der Wohnung keine Betten gibt, habe ich mir einen japanischen Futon gekauft und schlafe somit jetzt auf dem Boden, was aber überraschend bequem ist. Außerdem liegt im Schlafzimmer ein Heizteppich und ich kann endlich schlafen ohne zu frieren. Das tut sooo gut!
Mekhribon hat gerade Semesterferien und arbeitet in der Nachtschicht in einem 24-Stunden-Supermarkt um die Ecke. Das bedeutet, dass sie abends um 22Uhr anfängt zu arbeiten und morgens um 9Uhr Feierabend hat. Wenn ich von der Uni komme steht sie auf.
Meine neue Adresse lautet:
〒465-0093
愛知県名古屋市名東区一社1-112
近藤ビル306
mein Name hier 様
JAPAN
In diesem Haus wohne ich jetzt:
Die Hausflure und das Treppenhaus sind sehr spartanisch.
Und auch der Eingang ist nicht unbedingt einladend, aber ich bin wesentlich glücklicher hier.
Hier noch ein paar Fotos von Nagoya:
Freitag, 29. Februar 2008
Neubeginn
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Piranjade
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Dienstag, 19. Februar 2008
Morgen
Heute gibt es keinen langen Eintrag, obwohl es Dienstag ist. Ich bin nämlich mit Hausaufgaben und Umzugsvorbereitungen voll ausgelastet, aber ich werde versuchen den Eintrag im Laufe der Woche noch nachzuholen.
Drückt mir die Daumen, dass alles glatt über die Bühne geht!
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Piranjade
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Samstag, 16. Februar 2008
Ende Gelände
Hier im Ihouse ist es in letzter Zeit immer ungemütlicher geworden. Es ist noch einiges passiert von dem ich Euch gar nicht berichtet hatte. Ich habe echt die Schnauze voll und werde daher für den Rest meiner Zeit hier mit einer anderen Studentin zusammen in einer Wohnung in der Nähe wohnen.
Seitdem ich diese Entscheidung getroffen habe, fühle ich mich auch schon viel besser.
Am Mittwoch bringe ich meine ersten Sachen rüber und bis Ende nächster Woche bin ich hier ganz raus. Juhuuu!
Die neue Wohnung ist anscheinend sogar warm! Welch ein Luxus!
Meine neue Adresse werde ich abtippen und wieder hier im Blog veröffentlichen.
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Piranjade
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10:23
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Dienstag, 12. Februar 2008
Reisen III
So, heute gibt es wieder einen Reisebericht. Dieser Ausflug ist zwar schon etwas her, aber auf jeden Fall erwähnenswert.
Im Januar hatte ich mich länger mit Lusa unterhalten. Sie ist das einzige chinesische Mädel, das Interesse an Reisen zeigt und es stellte sich heraus, dass wir beide gerne zum Schrein nach Ise fahren wollten, aber beide nicht so richtig Lust hatten es alleine zu tun. Also beschlossen wir am nächsten Wochenende gemeinsam loszufahren. Ein paar Blick in verschiedene Reiseführer brachte zu Tage, dass in der Nähe von Ise noch weitere Sehenswürdigkeiten gibt, unter anderem die "Verheirateten Felsen" (Meoto Iwa), die auf den Fotos wirklich toll aussahen. Da wir beide schon einiges an Schreinen besucht hatten, entschieden wir den Felsen Vorrang zu geben und uns diese zu erst anzuschauen und dann den Schrein in Ise. Alle Reiseführer waren sich zudem darüber einig, dass direkt vom Bahnhof in Ise ein spezieller Bus, genannt CAN-Bus, abfährt, für den man sich ein recht günstiges Tagesticket kaufen kann und der alle Sehenswürdigkeiten anfährt.
Also saßen wir am Samstagmorgen gut gelaunt im Zug Richtung Ise und konnten gleich noch eine Besonderheit des japanischen Bahnsystems mitbekommen: Da das japanische Schienennetz verschiedenen Bahngesellschaften gehört, passierte es, dass wir mit dem Zug, in dem wir gerade saßen ein Stück Schienennetz überfuhren, das nicht der Bahngesellschaft gehörte in deren Zug wir saßen und deren Ticket wir gekauft hatten. Also mussten wir, als wir über dieses Stück fuhren, im Zug ein extra-Ticket nachlösen.
In Ise angekommen, fanden wir dann auch direkt die Haltestelle des CAN-Buses, nur um festzustellen, dass dieser aus nicht näher erklärten Gründen für mehrere Wochen nicht fuhr. Na toll. Wir hätten jetzt also recht lange auf den nächsten Bummelzug warten können, um zwei Haltestellen weiterzufahren, was uns näher an die Küste und die Felsen herangebracht hätte und von dort aus uns einen Fußweg zu den Felsen zu suchen. Wir wollten aber nicht so viel Zeit verlieren und nahmen ein Taxi, dass uns nur unwesentlich mehr kostete, als uns der CAN-Bus gekostet hätte. An der Küste angekommen, maschierten wir fröhlich das letzte Stück zu den Felsen und knipsten vergnügt die vielen Frosch- oder Krötenstatuen, die überall rumstanden. Auch wenn Nagoya nicht weit von der Küste entfernt ist, war es sowohl für Lusa als auch für mich der erste Ausflug zur Küste und wir waren einfach sehr, sehr froh mal etwas anderes zu machen und etwas anderes zu sehen. Wir gingen also um die letzte Biegung und sahen die Felsen. Diese waren... überraschend klein. Was war passiert? Auf dem größeren der beiden heiligen Felsen befindet sich ein Torii gennantes Tor, das man sonst an Schreinen, aber auch an anderen heiligen Orten findet. Diese Toriis sind normalerweise mindestens zwei Meter hoch. Da man auch auf den Fotos immer das Torii auf dem Felsen sehen konnte, hatten Lusa und ich immer dadurch einen Eindruck von der Größe der Felsen zu haben geglaubt. Das Torii auf dem Felsen ist aber nur irgendwo zwischen 50cm und einem Meter hoch. Das tat aber unserer guten Stimmung keinen Eindruck und wir fotografierten weiter fröhlich durch die Gegend und liefen dann noch eine wenig übermütig am Strand entlang.
Da wir zurück nicht noch einmal ein Taxi nehmen wollten, ließen wir uns den Weg zur Bahnstation schildern und maschierten los. Da stießen wir auf ein interessantes Schild: "Vorsicht vor den Affen". Affen?!? Der nächste verfügbare Einheimische wurde daraufhin befragt und wir erfuhren, dass tatsächlich öfters Affen aus den nahen Bergen herunterkommen und die Touristen belästigen würden. Aber man können nie vorraussehen wann das passieren würde. Auf dem weg zur Bahnstation, der erstaunlich weit war, hielten wir also intensiv nach Affen Ausschau und als sich abzeichnete, dass wir hier unten keine sehen würden, überlegten wir auch kurz noch auf einem der Wanderwege einen Abstecher in die Berge zu machen. Im Endergebnis entschieden wir uns aber dagegen, da wir uns schon noch den Schrein in Ise anschauen wollten. Gerade als wir endlich am Bahnhofsvorplatz ankamen, fuhr ein CAN-Bus an uns vorbei. Verblüfft diskutierten wir, ob es möglich sein könnte, dass wir das Schild in Ise irgendwie missverstanden haben könnten, konnten aber aus der Erinnerung heraus keinen Fehler in unserer Interpretation finden und da das ja nun eh nicht mehr zu ändern war und wir auch nicht wussten wo der Bus denn hier halten würde (am Bahnhof war nichts zu entdecken) fuhren wir mit dem Bummelzug nach Ise.
Der Schrein in Ise, der als Japans heiligster Schrein gilt, ist in zwei Teile geteilt, den "Äußeren Schrein" (Geku), der in der Stadt liegt und vom Bahnhof aus zu Fuß erreichbar ist und den "Inneren Schrein" (Naiku), der etwas außerhalb der Stadt liegt, aber es gibt einen Linienbus (und normalerweise auch einen CAN-Bus), der dort hinfährt.
Wir gingen also zuerst zum Geku. Die Anlage um den Schrein herum ist wirklich sehr beeindruckend: Riesige Bäume säumen die Kieswege und auch ein paar hübsche Teiche sind versteckt. Die verstreut liegenden Gebäude, also die eigentliche Schreine, sind schlichte Holzgebäude, die von zweifarbigen Steinen umgeben sind. Die allerheiligsten dieser Gebäude, die übrigens alle 20 Jahre abgerissen und dann nach exakt denselben, alten Methoden wieder aufgebaut werden, darf man allerdings nicht fotografieren. Auch ansonsten ist der Schrein in Ise eine interessante Mischung aus Heiligtum und Touristenattraktion. Es gibt riesige Parkplätze um die Flotte an Reisebussen, die ständig kommt und geht, aufnehmen zu können, aber wir haben auch recht viele Menschen gesehen, die anscheinend tatsächlich irgendwelche religiösen Sachen zu verrichten hatten. Einige der Gebäude, die für Andachten vorgesehen sind, dürfen auch nicht betreten werden, wenn man vorhat sie nur zu besichtigen. Auch an diesem Ort sind alle Auschilderungen nur auf Japanisch vorhanden. Auf ausländische Besucher ist Japan also auch hier nicht vorbereitet.
Mit dem Linienbus ging es dann zum Naiku, wo wir als allererstes auf dem Busparkplatz einen CAN-Bus sahen! Nun wollten wir aber wissen was los war und befragten den Busfahrer des CAN-Buses. Dieser ezählte uns dann, dass der CAN-Bus nun für mehrere Wochen nicht in Ise direkt fahren würde, sondern nur zwischen den um Ise herumliegenden Sehenswürdigkeiten verkehre. Warum das so sei, konnte er uns aber auch nicht sagen.
Auch egal.
Über eine riesige, hölzernen Brücke ging es also zum Naiku. Langsam wurde es auch schon dunkel. Wenn das irgendwie möglich ist, waren die Bäume hier noch größer als am Geku. Außerdem gab es noch einen Fluss in dem mit Wünschen beschrifteten Steine lagen und ein gerade ein weißer Kranich aufflog, als wir ans Ufer kamen. Durch die bittere Kälte machten leider unsere Kameras schlapp, was wirklich schade war, da wir das Gefühl hatten die ganze Eindrücke nicht wirklich in uns aufnehmen zu können. Wir versuchten sie also ein wenig wieder zu wärmen indem wir sie unter unsere Jacken steckten und konnten so wenigstens noch ein paar Fotos aus den Batterien herauskitzeln bevor es endgültig zu dunkel wurde.
Mit unserer Besichtigungstour für diesen Tag sehr zufrieden, aßen wir dann noch an einem hübschen Restaurant in der Nähe des Bahnhofs ein absolut scheußliches Abendessen und kehrten müde nach Nagoya zurück.
Wenn es wärmer ist, wollen wir noch einmal zurückkehren und nach den Affen suchen.
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Piranjade
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Samstag, 9. Februar 2008
Staunen II
Es ist inzwischen später Nachmittag und es hört nicht auf zu schneien.
Einige der Austauschstudenten, die keine Erfahrung mit Schnee haben, fingen vorhin an etwas unruhig zu werden und Angst zu haben. Auch die Japaner scheinen etwas überfordert zu sein: Ein Winterstreudienst ist nirgendwo in Sicht und unser Hausmeister hier scheint noch nicht mal eine Schneeschippe zu haben.
Also beschlossen wir Studenten aus den etwas winterfesteren Regionen den anderen mal zu zeigen, dass so viel Schnee auch sehr lustig sein kann.
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Piranjade
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08:26
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Staunen I
Als ich heute morgen aufgewachte, stellte ich erstaunt fest, dass es draußen am schneien war. Das war schon sehr erstaunlich, da es hier eigentlich so gut wie nie schneit, wie mir immer wieder von allen Japanern versichert wird, aber da ich am Neujahrstag ja auch schon Schnee gesehen hatte, dachte ich mir nicht viel dabei.
Aber es hörte nicht auf zu schneien. Und es blieb liegen! Während ich hier gerade schreibe, ist immer noch kein Ende des Schneefalles in Sicht.
Dabei hatte ich schon angefangen mich auf den Frühling zu freuen und auf eine Zeit, in der ich endlich wieder in einem warmen Zimmer schlafen könnte. Das wird wohl noch etwas länger auf sich warten lassen.
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Piranjade
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05:46
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Dienstag, 5. Februar 2008
Logik und andere Dinge
Hier im Ihouse haben wir eine Gemeinschaftsküche mit mehreren Gaskochstellen, Waschbecken, einem Schrank voller Küchengeräte, einem Kühlschrank, den wir nicht benutzen sollen und einem Schränkchen für jeden Einzelnen von uns, um darin Gewürze und Ähnliches zu lagern. Da die Hygienevorstellungen von Mensch zu Mensch verschieden sind, sind die Waschbecken meistens mit Küchenabfällen verstopft und die Oberflächen und Geräte klebrig. Das ist schon mal nicht so schön, aber wir können uns ja kaum gegenseitig erziehen, also steht man dem leider machtlos gegenüber.
Nun ist es aber so, dass jeder von uns einmal im Monat "Küchendienst" hat und da ist mir tatsächlich letztens der Kragen geplatzt. Der Küchendienst, der ungefähr alle zwei Tage stattfindet, besteht daraus, dass man den Müll rausbringen muss und das Geschirr aus dem "Hitzeschrank" (ist so ein komischer Schrank, in dem das Geschirr einmal ganz hoch erhitzt wird, um es zu desinfizieren oder so) in den Schrank im Esszimmer räumen muss. Da es aufgrund des japanischen Recycling-Systems recht viele Säcke sind und da wir viele Leute sind, dauert so ein Küchendienst ungefähr eine halbe Stunde. Und da man es ja nur einmal im Monat machen muss und man immer in Zweiergruppen dafür eingeteilt wird, ist es trotz des Ekelfaktors der Küchenabfallsäcke nicht schlimm.
Diesen Monat hatte Fai Geburtstag und wir wollten am Donnerstag Abend ein bischen feiern, indem wir alle zusammen kochen und dann essen wollten. Am Mittwoch wäre für zwei Leute Küchendienst gewesen, aber als wir am Donnerstag Abend loslegen wollte, waren die Müllsäcke in der Küche am überquellen. Die beiden Mädels, die dran gewesen wären, waren nirgendwo zu sehen, also wechselten wir die Müllsäcke in der Küche selbst und hingen das "Ihr-habt-Küchendienst"-Schild an ihre Tür (wir erhalten den Plan, wann wer Küchendienst hat meisten zwei Monate im vorraus und er hängt auch in der Küche aus). Die Party war sehr nett und es wurde neugierig das deutsche Bier begutachtet, das Felix mit gebracht hatte und ich zu diesem Anlass auf den Markt warf.
Als ich spät nach der Party auf mein Zimmer gehen wollte, sah ich, dass das Küchendienstschild umgehängt worden war - und zwar an die Tür der Leute, die am Freitag mit dem Küchendienst dran sein würden! Ich nahm also das Schild und hängte es wieder an die Tür der Mittwochsleute, die ja bisher immer noch keinen Handschlag getan hatten. Am nächsten Morgen (Freitag), als ich gerade zum Frühstück gehen wollte, sah ich wie eines der Mittwochsmädels das Schild wieder an die Tür der Freitagsmädels hängen wollte. Ich habe sie dann angesprochen und gefragt, was das solle und ob sie denn ihren Küchendienst überhaupt gemacht hätte. Sie meinte, dass sie ihn nicht gemacht hätte, da sie und ihre Zimmerkollegin am Mittwoch erst so spät wieder zurück ins Ihouse gekommen seien und gestern sei ihre Zimmerkollegin nicht da gewesen und sie könne den Küchendienst ja nicht alleine machen (was auch Quatsch ist, da in einem solchen Fall eigentlich immer alle mit anpacken). Aber, so teilte sie mir mit, dass sei ja jetzt eh egal, da ja nun Freitag sei und sie somit auch nicht mehr mit dem Küchendienst dran sei, sondern das nächste Zweierteam. Auf meinen ungläubigen Blick hin erklärte sie mir dann, dass ja nun nicht mehr Mittwoch sei und da sie ja am Mittwoch dran gewesen sei, sei sie ergo jetzt nicht mehr dran.
Was dann passierte hat meinen Ruf im Ihouse bestimmt nicht verbessert, aber sie haben dann 5 Minuten später Küchendienst gemacht.
Diesen Sonntag waren wir auf eine Veranstaltung eingeladen, auf der Nagoyas Engagement für ausländische Studenten gefeiert werden sollte. Da für Ausländer der Eintritt frei war und dies zudem auch noch in einem historischen Gebäudekomplex sattfinden sollte, den ich noch nicht gesehen hatte, sattfinden sollte, bin ich mit eine paar von den Chinesinnen da mal hingegangen.
Das ganze fand dann draußen statt, in ein paar von diesen Gartenpavillons und es regnete in Strömen. Die Gebäude, die wir auch kurz besichtigen konnten, waren vor und auch noch für einige Zeit nach dem zweiten Weltkrieg Studentenwohnheime für Studenten aus anderen asiatischen Ländern gewesen und nun leer sind und unter Denkmalschutz stehen. Der Stilmix war tatsächlich sehr interessant anzuschauen. Wie sich herausstellte war die ganze Veranstaltung nicht nur von dem Komitee, das diese Häuser betreut, veranstaltet worden, sondern auch noch von einer Sprachenschule, die viel Zeit dafür aufwendete für ihr Programm Werbung zu machen, was auch dazu führte, dass wir vor der Besichtigung fast eine ganze Stunde lang in der nassen Kälte unter den Pavillons hockten und uns einiges an Gerede über das wunderbare Engagement dieser Sprachenschule (sie bietet Japanischkurse gegen Geld an) anhören durften. Zwischendurch sollte das Ganze dann immer wieder abschnittsweise von einer Japanerin ins Englische übersetzt werden, da aber deren Englisch so schlecht war, übersetzte sie immer nur ungefähr ein Drittel von dem, was gesagt wurde und das auch noch in einem wirklich gräulichem Englisch.
Nach der Besichtigung standen wir noch ein bischen in Gruppen herum und ich unterhielt mich gerade angeregt mit einer niederländischen Familie, als einer der Helfer/Veranstalter sich dazu gesellte und uns fragte, wie uns denn die Besichtigung gefallen hätte. Wahrheitsgemäß antwortete ich, dass ich die Gebäude sehr interessant gefunden hätte und so etwas vom Stil her auch bisher in Japan noch nicht gesehen hätte. Das freute ihn natürlich sehr und er wies noch einmal darauf hin, dass Nagoya ja ein solch langes, traditionelles Engagement hätte, um Ausländern hier das Leben zu erleichtern. Ich fragte ihn dann, wo den jetzt eigentlich die Studentwohnheime seien, in denen die ausländischen Studenten untergekommen sind, nachdem diese hier geschlossen und unter Denkmalschutz gestellt worden seien. Er war etwas verblüfft und sagte mir, dass er nichts von neuen Studentenwohnheimen als Ersatz für diese hier wissen würde, aber dass er schon davon ausginge, dass die Universitäten sich da schon irgendwie drum gekümmert hätten. Ich hielt es an diesem Punkt für besser mich einer anderen Runde anzuschließen, da ich nicht glaube, dass er meine Ansichten über das Engagement Nagoyas verstanden hätte. (Mal ehrlich: Noch nicht einmal im Schloss Nagoya, der größten Sehenswürdigkeit hier, sind alle Erklärungen auf Englisch erhältlich, während man in fast jedem Popelmuseum in Deutschland Führungen auf Kasette in etlichen Sprachen bekommen kann.)
Nun aber mal wieder ein paar Fotos:
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Piranjade
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