Nach über zwei Monaten Pause folgt nun endlich ein neuer Eintrag. Und es gibt tatsächlich einiges nachzuholen.
Am achten November sind alle Auslandsstudenten gemeinsam mit ein paar Lehrern auf einem ofiziellen Ausflug (ist wirklich lange her seit ich so etwas gemacht habe) nach Kyoto gefahren, um ein paar Sachen zu besichtigen und dann abends nach Nara weiterzufahren, dort zu übernachten und am nächsten Tag noch mehr Sachen zu besichtigen und nach Nagoya zurückzukehren.
Kieran und JuMin im Zug
Mit dem Shinkansen (Schnellzug) war es dann auch nur ein Katzensprung nach Kyoto, wo wir dann mit der U-Bahn zu einem Park fuhren in dem einer der kaiserlichen Paläste steht. Da den aber leider nur Mitglieder des Kaiserhauses betreten dürfen, mussten wir uns damit begnügen um die Palastmauer herum zu wandern und den wirklich sehr hübschen Park zu genießen.
Eingangstor zur Palastanlage
An der Mauer entlang
Danach ging es mit dem Bus zum Ginkakuji Tempel (Silberner Pavillion), der einige alte Gebäude, einen kleinen Zengarten, einen wunderschönen kleinen Park und einen Berg mit einer herrlichen Aussicht zu bieten hat. Zudem liegt er nahe einem historischen Stadtviertel mit kleinen Gassen und Kanälen.
Zengarten
Aussicht über Kyoto
Einer der hübschen Kanäle
Zudem gab es an diesem Tempel und auch allen weiteren kleine Steine auf die man Münzen werfen und sich etwas werfen soll. Am Ginkakuji Tempel ist dieser Stein in einem kleinen, von einem Wasserfall gespeißten Teich. Bei dem Versuch das Ganze zu fotografieren hatte ich besonderes Glück. Ich habe einen Münze kurz nach dem Eintauchen ins Wasser, als sie die Sonne reflektiert, erwischt.
Das Resultat sieht so aus:
Wir hatten auch mit dem Wetter an diesem Tag Glück und alle waren zu Scherzen aufgelegt.
Ho (der leider nicht mehr hier zur Uni geht) und Subash
(das sind übrigens die Eintrittskarten zum Ginkakuji)
Vom Ginkakuji ging es dann mit dem Bus weiter Kinkakuji Tempel (Goldener Pavillion). Dieser Tempel steht an einem See in einem japanischen Garten und seine Außenwände sind mit Gold überzogen. Als wir dort ankamen, stand die Sonne bereits recht tief und der Tempel sah besonders prächtig aus.
Danach ging es mit der U-Bahn zurück zum Bahnhof und mit dem Zug weiter nach Nara, wo wir uns in einem Hotel direkt am Bahnhof einquartierten. Mit Jumin, Kieran und HueyIng bin ich noch essen gegangen und wir Mädels haben danach das zum Hotel gehörende japanische Badehaus ausprobiert. Danach konnte ich auch wirklich gut schlafen. Nettes Detail: Im Nachtschrank fanden sich neben der Bibel auch die Lehren Buddhas.
Am nächsten Tag war das Wetter leider etwas trübe und wir machten uns auf zum Todaiji Tempel, der das größte Holzgebäude der Welt ist und zudem die größte Bronzestatue der Welt enthält. Auf dem Weg dorthin liefen wir eine weite Strecke zu Fuß und machten Bekanntschaften mit den Rehen, die überall in Nara frei herumlaufen.
Ein Mittelschüler hatte von seiner Schule als Hausaufgabe die Aufgabe bekommen vor dem Tempel mit (weißen) Ausländern auf Englisch eine Umfrage zu machen. Kieran beantwortete auch geduldig die Fragen, aber dann kam ein Reh und fraß die Hausaufgabe des armen Schülers auf. Was die Lehrerin wohl zu der Erklärung sagen wird...
Auf dem Zuweg zum Tempel durchquerten wir einige wirklich beeindruckende riesige Holztore, bis wir durch die Außenmauer zum Todaiji kamen.
Im Todaiji gibt es eine Holzsäule, die in Bodenhöhe durchbohrt ist. Wenn man dort hindurchkriecht (wird hauptsächlich von Kindern gemacht), wird einem irgendwie böses Karma abgenommen. Ich habe es aber nicht versucht, da ich mir dachte, dass es bestimmt schlechtest Karma gibt wenn man in darin steckenbleibt und dann die Säule abgesägt werden muss...
Subash hat sich erfolgreich durchgequetscht
Danach durchquerten wir einen nahen Park und kamen immer höher einen Berg hinauf. Sehr weit oben gibt es einen kleinen "Park", der mehr einfach nur ein umzäuntes Grundstück ist. Allerdings gibt es innerhalb dieses Zaunes einen steilen Hügel von dem man eine gute Aussicht über Nara hat. Also kämpften wir uns diese Steigung hinauf.
Wieder unten angekommen, ging es den Berg an einer anderen seite hinunter und in die eine große Anlage des Kasuga Schreines. Der sieht durch seine rote Bemalung sehr faszinierend aus. Zudem stehen überall unzählige Steinlaternen rum, was dem Ort etwas sehr geisterhaftes gibt. Gerade an diesem etwas trüben Tag and dem leise Wasser von den Bäumen tropfte und Rehe durchs Gehölzt huschten und kaum ein Mensch zugegen war, war es eine ganz seltsame Atmosphäre.
Danach ging es dann zurück nach Nagoya, wo ich noch mit JuMin, Kieran, Oyo und an bei anderen Essen gegangen bin, da wir keine Lust mehr hatten noch etwas zu kochen und Essen gehen im Vergleich zum Kochen seltsamerweise recht günstig ist.
Oyo und Sobanudel
Soviel für meinen ersten "Aufholeintrag". Ich hoffe, dass ich ab jetzt wieder dazu komme mehr zu schreiben. Da ich nämlich leider nach dieser Reise krank geworden war und dadurch eine Klausur verpasst hatte, schob ich immer einen Berg von Arbeit vor mich hin. Und da ich es außerdem nicht geschafft hatte mich vernünftig auszukurieren, habe ich den Rest des Novembers hauptsächlich gestresst und erschöpft verbracht.
Im Dezember habe ich dann die Semesterabschlussklausuren geschrieben und gegen Weihnachten kam dann Felix vorbei (Hurra!) mit dem ich auch noch rumgereist bin und einiges besichtigt habe, aber davon das nächste mal mehr.
3 Kommentare:
:ooo:
Hey, Du bloggst wieder :D
Ähm, dann kam was, und fraß die Hausaufgabe des Schülers auf? Doch nicht Keiran, oder? :suspekt:
Wieso kann ich hier keine Smilies über html oder BBCode einbinden? Gnah.
Uups.
Ich habe das mal korrigiert.
Hier ist des Rätsels Lösung: Es war nicht Kieran, sondern ein Reh, das die Hausaufgabe auffraß.
*g*
War ja auch nur Spaß ;) Ich wußte schon, was Du, auch wenn der Satz nicht.
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